Nach einer kurzen „Auszeit“ beschäftigte sich Rudy Rijnerman daher recht schnell mit dem Bau und Verkauf von Booten. Neben der Business-Baureihe wurde die Tristan-Serie auf Kiel gelegt, deren endgültiger Entwurf von Bert van Kalsbeek aus Groningen stammt. Auffallend an allen Thomasz-Yachten sind deren Breite und die damit verbundenen großen Räume. Ebenfalls zur Philosophie Rijnermans zählt, dass seine Kunden sich unbeschwert und sicher an Bord bewegen können. Deshalb wurde viel Aufmerksamkeit auf die Vermeidung klassischer Stolperfallen gelegt. Die Tristan vereint Elemente eines klassischen Cruisers mit der Geräumigkeit einer Sloop. Diese beiden Komponenten wurden hervorragend kombiniert: Ein geräumiges Cockpit und trotzdem viel Platz unter Deck mit vier festen Schlafplätzen, einer Dinette und großer Kombüse. Die Ausstrahlung der Tristan 40 ist sportlich-chic und wird sicherlich viele Wassersportler ansprechen - sogar die, die ihr Herz an ein Segelschiff verloren haben. Am Firmensitz von Thomasz Yachts in Sneek findet nur der Verkauf statt. Die Fertigung verteilt sich auf verschiedene Spezialisten aus den Bereichen Kaskobau, technische Installationen sowie Schreiner- und Lackierarbeiten.
Rodman R1250
Anno 1974 von Manuel Rodriguez gegründet, gehört Rodman Polyships zu den fortschrittlichsten und technisch leistungsfähigsten Boots- und Yachtbaubetrieben Spaniens. Da die Fertigung gleichermaßen auf die Werkstoffe GFK, Stahl und Aluminium ausgerichtet ist, sieht sich die mehr als 500 Mitarbeiter zählende Werft in der Lage, Wasserfahrzeuge unterschiedlichster Prägung zu entwickeln. Einer der Hauptabnehmer des in Vigo angesiedelten Renommierunternehmens ist die spanische Marine. Hochseetaugliche Fischtrawler oder speziell ausgerüstete Expeditionsschiffe ergänzen das Rodman-Repertoire auf dem kommerziellen Sektor. Für die private Klientel werden zwei attraktive Produktlinien angeboten, nämlich luxuriöse Flybridgekreuzer und die immer beliebter werdenden Sport-Modelle der sogenannten R-Serie, in die sich die von uns gefahrene R1250 eingruppiert.
Nord Star 28 Patrol
Angesiedelt in der Kleinstadt Kälviä am Bottnischen Meerbusen, kann Linex-Boat Oy auf eine lange Firmengeschichte zurückblicken. Bereits 1920 begann Werftgründer Sivert Lindkvist damit, hölzerne Fischerboote auf Kiel zu legen. Seine Söhne Sven und Rude Lindkvist stellten die Produktion in den 60er-Jahren auf den damals revolutionären Werkstoff Glasfiber um und erweiterten nach und nach die Modellpalette. Heute wird das stetig expandierende Familienunternehmen in 3. Generation von Olli Lindkvist geführt, der gleichzeitig als Chefkonstrukteur sämtlicher Nord-Star-Versionen verantwortlich zeichnet.
Jeanneau Cap Camarat 755 WA
Mediterranes Flair ist dem Boot denn auch nicht abzusprechen. Der blaue Rumpf unserer Testkandidatin unterstreicht den markanten Deckssprung der Cap Camarat 755 WA. Das Kürzel WA steht für „walk around“ und verweist auf die asymmetrisch gestalteten, durch eine hohe Schanz mit aufgesetzter Edelstahlreling und einer im GFK angelegten Antirutschstruktur sicher begehbaren Gangborde, die zum erhöhten Vordeck führen. Hier kann mit optional verfügbaren Polstern eine Sonnenliege hergerichtet werden. Zur Standardausstattung zählt der selbstlenzende Ankerkasten, der bereits für die Installation einer elektrischen Winsch werftseitig vorgerüstet ist, und eine Bugrolle. Zwei ausreichend große Klampen stehen für die Festmacher zur Verfügung. Zwei weitere sind fest am Heck verbolzt, doch angesichts einer Bootslänge von 7,52 wären Belegpunkte mittschiffs wünschenswert. Im Cockpit wurde am hinteren Süll eine gut gepolsterte Sitzbank für drei Personen angebracht, die durch Ein- und Auflagen um zwei Plätze vergrößert werden kann. Dieses Detail hat zwei Gründe, einmal bleibt ohne die Erweiterung der Durchgang zur kleinen Badeplattform frei, zum anderen ist die fesche Französin natürlich auch zum Angeln ausgerüstet. So hat man mehr Bewegungsraum, um die Ruten zu führen. Für die sind Edelstahlhalter in der Holzapplikation montiert - bei Nichtgebrauch werden sie in Ausformungen in der Seitenwegerung gefahren. Klappt man die Bank hoch, werden die Batterien, die zugehörigen Hauptschalter sowie die Brennstoffleitungen und Filter zugängig.
Sturier 520 OC
Vri-Jon 36 Supreme
Performance 1107
Erstmals kommen zwei Oberflächenantriebe des italienischen Herstellers Jolly Drive zum Einsatz, die auch in der populären Rennserie P1 für Furore sorgen. Sie werden von zwei Yanmar-Turbodieselmotoren des Typs 6LY3-ETP auf Trab gebracht und verhelfen der rund 6000 kg wiegenden 1107 zu einer Höchstfahrt von 48,5 kn. Der Oberflächenantrieb ist zwar die gravierendste und teuerste Abweichung von der Basisversion der Performance 1107, doch hat der Eigner auch an anderer Stelle seine ganz individuellen Wünsche von der Werft umsetzen lassen.
Targa 25.1
Hersteller der von 23 bis 42 Fuß reichenden, stilistisch unverwechselbaren Modellrange ist die am Bottnischen Meer angesiedelte, seit jeher stark exportorientierte Renommierwerft Oy Botnia Marin. Unter der Regie von Big Boss Johan Carpelan werden in zwei modernen Produktionsbetrieben bei Malax und Nykarleby 170 hochqualifizierte Fachkräfte beschäftigt.
Yamarin 56 SC
Hinter der Marke Yamarin steht die Firma Konekesko Marine, die bereits in den frühen 70er-Jahren als Yamaha-Importeur für Finnland fungierte und kurz darauf eine eigene, auf die japanischen Außenborder zugeschnittene Bootsserie aus der Taufe hob. Mittlerweile wurden rund 64000 Yamarin-Einheiten ausgeliefert, wobei man allein in der vergangenen Saison über 3000 Boote absetzen konnte. Der Löwenanteil des jährlichen Outputs wird in die Hauptabnehmerländer Schweden und Norwegen exportiert, doch auch hierzulande erfreuen sich die schnittigen Kunststoffflitzer, die flächendeckend von fünf autorisierten Fachhändlern vertrieben werden, einer ständig wachsenden Fangemeinde.
Valk Sportief Alu 48
Seit mehr als 50 Jahren hat man bei Jachtbouw P. Valk Franeker B.V. Erfahrung im Bau von Schiffen. Bekannt ist die Werft vor allem durch die Valk-Vletten und die Valk Merlin, die wir Ihnen in Skipper 04/06 vorgestellt haben. Der jetzige Firmenchef Philip Valk hat aber auch ein Faible für schnell laufende Boote. Gepaart mit seiner Liebe zur offenen See und der Erfahrung im Umgang mit dem Werkstoff Aluminium lag es nahe, ein ganz besonderes Boot auf Kiel zu legen. Die Valk Sportief Alu 48 besitzt eine gediegene sportliche Ausstrahlung, wenngleich man ihr am Steg liegend die fast schon rasanten Laufeigenschaften kaum zutraut. Augenfällig ist hingegen der hohe Qualitätsstandard, der sich rein äußerlich in einer hochglänzenden, perfekten Lackierung präsentiert. Akzente setzen dabei die gelben Streifen auf dem dunkelblauen Rumpf unterhalb der Scheuerleiste und oberhalb des Wasserpasses. Der signalrote Antifouling-Anstrich des Unterwasserschiffes unterstreicht diesen Anspruch. Auffällig auch die Abdeckungen der großen Luftansaugöffnungen. Diese sind so konstruiert, dass die Sportief in schwerer See bis 45 Grad Lage schieben kann, ohne dass Wasser in den Maschinenraum gelangt.