Angesiedelt in Syracuse im Bundesstaat Indiana, gehört die hierzulande weniger bekannte Rinker Boat Company zu den wichtigsten Boots- und Yachtbaubetrieben der USA. Bereits im Jahre 1945 gegründet und noch immer als unabhängiges Privatunternehmen geführt, beschäftigt die florierende Großserienwerft etwa 500 Mitarbeiter, die für die Fertigung von mehr als 5000 Bootseinheiten pro Saison zuständig sind. Zu Rinkers aktueller Angebotspalette zählen die in Amerika so populären Open Bows und kompakte Cuddy Cruiser mit kleiner Vorderkabine – hochwertig ausgestattete Motoryachten der so genannten „Fiesta Vee“-Baureihe, die in Längen bis 43 Fuß verfügbar sind, runden die breit gefächerte Produktrange nach oben ab.
Catcruiser 45
Schon auf den ersten Blick sticht die Catcruiser 45 aus der breiten Masse heraus. Die gelungene Mischung von klassischem Backdecker und italienisch geprägter „Open“ hat ihren ganz besonderen Reiz. Als Baumaterial kommt Aluminium in Stärken von acht, sieben und fünf Millimetern zum Einsatz. Der als Rundspanter ausgelegte Halbgleiter verfügt über einen lang durchlaufenden Kiel und erreicht nach Werftangaben eine Höchstfahrt von 25 kn. Die Marschfahrt wird mit 20 Knoten angegeben. Runde, fließende Linien kennzeichnen den Entwurf. Über die große, in den Rumpf integrierte Badeplattform gelangen wir an Bord. An beiden Seiten gewähren Türen aus GFK mit dem markanten Catcruiser-Emblem den Zugang zur rund 25 m2 großen Plicht. Den hinteren Teil nimmt eine komfortable Sitzgruppe für fünf Personen ein. Zwei Stufen führen auf die mit Teak belegten Gangborde. Die elegante Reling beginnt mit kühnem Schwung erst etwa in Höhe des Steuerstandes, doch gibt ein stabiler Griff sicheren Halt. Im Vorschiffsbereich gefallen die massive Holzleiste und der markante Bugbeschlag mit Ankerhalterung. Auch die Poller sind speziell für die Catcruiser entwickelt worden.
Fountaine Pajot Cumberland 44
Eigentlich denkt jeder zunächst an ein Segelboot, wenn der Name der Werft fällt, denn normalerweise steht ein Mast auf den Katamaranen des Anbieters. Doch zunehmend entdecken die Hersteller auch den Markt der Motoryachten. Allerdings ist die Cumberland 44 kein umgebautes Segelboot: Die schwimmenden Raumwunder laufen bei der Werft sogar unter der eigenen Marke Trawler Catamarans. Es handelt sich um völlige Neukonstruktionen. Und auch die Kundschaft merkt langsam, was in diesem Schiffstyp für ein Potential steckt, denn Katamarane sind in Sachen Lebensqualität kaum zu schlagen und gehen durch die schnittigen Doppelrümpfe sehr sparsam mit Treibstoff um. Erhöhte Sicherheit bieten die beiden Auftriebskörper zudem, denn selbst im schlimmsten Fall einer Havarie schwimmt man auf unabhängigen Einheiten. Zudem sind alle lebenswichtigen Systeme wie Motoren, Tanks und elektrische Installationen doppelt vorhanden. Skipper mit dem Bedürfnis nach bester Seetüchtigkeit bei hohem Komfort oder mit Ambitionen zur Langfahrt sowie Familien und Freunde von geräumigen Charteryachten sollten sich diese Schiffe deshalb unbedingt genauer ansehen.
Vivante 42
Aufgrund der daraus resultierenden, reichen Erfahrung kam man auf die Idee, selbst die „ultimative“ Tourenyacht zu bauen. In enger Zusammenarbeit mit dem bekannten Konstruktionsbüro Vripack entwickelte man die Marke Vivante, eine schön gezeichnete Yacht, deren Basisphilosophie recht einfach auf den Punkt zu bringen ist: Praxistauglich in allen Bereichen, wobei der Qualitätsanspruch vor dem Preis steht! Ob dieses Anspruches neugierig geworden, begaben wir uns auf eine ausgedehnte Tour mit der von Vripack liebevoll Mini-Mega-Yacht genannten Vivante 42 auf das Sneekermeer in Friesland.
Aquador 26 HT
Silver Hawk 540 DC
Hierzulande werden die optisch auffälligen Leichtmetallschiffchen exklusiv von der Firma MP Blockbau aus dem niedersächsischen Bleckede offeriert. Inhaber Martin Porath (37), der übrigens perfekt finnisch spricht, ist ein ausgewiesener Branchenkenner, der auf jahrelange Kontakte zum Silver-Management verweisen kann. Die florierende Sportbootwerft beschäftigt momentan 78 Mitarbeiter und lieferte in der vergangenen Saison stolze 2300 Einheiten in Längen zwischen 4,07 und 6,50 m aus. Gegenwärtig sind die vielseitig einsetzbaren Silver-Modelle in zwölf Ausführungen erhältlich und auf nahezu allen nordischen Gewässern anzutreffen. Auch der Export boomt – mittlerweile wurden in acht europäischen Ländern, zuletzt in Russland und in den baltischen Staaten, offizielle Vertriebshändler benannt.
ETAP 1100 AC
Wie alle Segelbootmodelle von Etap zeichnet sich auch die äußerlich eher unauffällige Motoryacht 1100 AC durch die Bauweise mit ausgeschäumter Doppelschale aus. Letztere gibt der Konstruktion bei vergleichsweise niedrigem Gewicht nicht nur die nötige Steifigkeit, sondern sorgt auch für eine hervorragende thermische sowie akustische Isolation und macht die Yacht obendrein unsinkbar. An Deck wurde an dem ausgewogenen und in der Serie bewährten Konzept nichts gravierendes verändert. Der seitliche Einstieg auf das recht hochbordige Boot wird durch die in der stabilen Reling integrierten und ausklappbaren Leitersegmente erleichtert. Auch der Weg von der Badeplattform auf das Achterdeck lässt sich dank der drei ins GFK eingeformten, mit Teakholz belegten Tritte leicht und sicher bewerkstelligen. Kräftige, der Bootsgröße angepasste Poller und eine komplette, aus elektrischer Ankerwinsch, 25 m-Kette und 10-kg-Delta-Anker bestehende Ankerinstallation zeigen den praxisbezogenen Anspruch der Yacht. Den erkennt man auch am übersichtlichen, klar gegliederten Steuerstand, der für optional zu ordernde Navigationselektronik ausreichend Platz aufweist.
Aqua Yacht 10.80
Yachtbouw 2000, gegründet anno 1998, ist ein noch junger Bootsbaubetrieb, der seit geraumer Zeit eine stetig steigende Nachfrage verzeichnet und gegenwärtig kräftig expandiert. Im Dezember 2006 wurde die renommierte Succes-Werft in Marknesse übernommen, in die das von Leendert Messchendorp und Martin Ludemann geleitete Unternehmen vom bisherigen Standort in Hoogezand bei Groningen wegen der größeren Fertigungskapazitäten umziehen wird. In den vergangenen neun Jahren verließen nur 25 Schiffe die Yachtbouw-2000-Montagehallen, so dass jede Einheit eine gewisse Exklusivität ausstrahlt und ein gutes Stück maritimer niederländischer Handwerkskunst repräsentiert.
Bayliner 652 Cuddy Cabin
Bei dem vom Mönchengladbacher Importeur Sportwelt Hermanns bereitgestellten Testschiff handelt es sich um die im Herbst 2004 lancierte Bayliner 652 Cuddy Cabin. Kennzeichnend für den weiß-blauen GFK-Gleiter, der speziell für den asiatischen, europäischen und afrikanischen Markt entwickelt wurde und demzufolge nicht in den USA angeboten wird, ist das betont konservative und daher eher unauffällige Styling.
Olympia 570 Holiday
Olympia Yacht gehört zu den aufstrebenden Bootsbaubetrieben unseres östlichen Nachbarlandes. Angesiedelt in der schlesischen Großstadt Tychy, zeigt die Werft nicht nur auf dem heimischen Markt verstärkt Flagge, sondern exportiert ihre ansprechend designten Kunststoffschiffchen nach Schweden, Dänemark und Deutschland. Im Bundesgebiet kümmern sich vier Regionalhändler um die Belange der Kundschaft. Zuständig für den norddeutschen Raum ist die Grömitzer Firma Bootspoint, die seit Anfang April als autorisierter Verkaufsstützpunkt fungiert und einige praxisgerecht ausgerüstete Olympia-Exponate tage- oder wochenweise zur Vermietung anbietet.