Absolute 41
Die Werft selbst mag jung sein, die Menschen, die hinter dem Produkt stehen, bringen jedoch reiche Erfahrung ein. Nur so ist es zu verstehen, das Absolute binnen kurzer Zeit zu einer festen Größe in Italien geworden ist. Im Rahmen der Croatia Boat Show in Split hatten wir Gelegenheit, die Absolute 41 für Sie zu fahren. Möglich wurde der Test durch den Importeur für Kroatien und Slowenien, die unter deutscher Leitung stehende Firma Orsera Nautika mit Sitz in Vrsar. Wenn im Herbst das neue Flaggschiff der Werft, die Absolute 56 präsentiert wird, bildet die 41 exakt die Mitte des dann fünf Modelle umfassenden Programms der Werft. Typisch italienisch anmutend liegt die 12,35 m über Alles messende Yacht im Hafen. Die Dynamik des langgestreckten Vorschiffs wird durch den Schwung des Geräteträgers, der gleichzeitig auch Anschlagpunkt für die Fahrpersenning ist, unterstrichen. Das Gelcoat hinterlässt einen guten Eindruck, auch der Blick in die Staukästen offenbart eine solide und saubere Verarbeitung. Das Gleiche gilt für die Polsterelemente und auch den hochwertigen Innenausbau unter Deck. Alles ist der Bootsgröße entsprechend dimensioniert, bis auf eine Ausnahme: Beibootgaragen sind zwar „in“ und mitunter auch kaufentscheidend, doch in das Gehäuse an Bord der Absolute 41 passt nur ein wirklich kleines Schlauchboot. Da wird das Übersetzen zum Strand zur großen Herausforderung. Besser wäre, man nutzt die Garage als willkommen großen Stauraum und fährt das Beiboot auf der Badeplattform oder in Davids.
Bruijs Spiegelkotter 10.00 Cabrio
Wir haben uns den Bruijs Spiegelkotter 10.00 Cabrio näher angesehen, der von Vater und Sohn Bruijs gezeichnet wurde. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Basierend auf einem Multiknickspant-Rumpf aus fünf und vier Millimeter starkem Schiffsbaustahl, werden drei Versionen der Bruijs 10.00 angeboten: eine mit Achterkabine und zwei getrennten Kabinen, eine mit offenem Cockpit und Steuerstand im Salon und eben die Variante Cabrio, bei der der Steuerstand von einer Persenning überspannt ist und dahinter ein sehr großzügig ausgelegtes Cockpit realisiert wurde. Beim Modell Cabrio wurde der Kabinen-Trakt nach achtern verlängert und auch der Bereich des Steuerstandes vergrößert. Dadurch gelang es, sowohl unter als auch an Deck viel komfortablen Lebensraum zu schaffen. Das doppelt ausgeführte Cabrioverdeck kann wahlweise den gesamten Steuerstand- und Cockpitbereich oder aber nur den Steuerstand bedecken. Der offene Übergang der beiden Bereiche lässt das Boot angenehm groß erscheinen. Bei geschlossenem Verdeck ist die Leistung der Warmluftheizung ausreichend stark dimensioniert, um auch bei widrigen Wetterverhältnissen ein angenehmes Klima zu schaffen.
Fountaine Pajot Highland 35
Drago Fiesta 22
Zunächst jedoch einige wichtige Hintergrundinformationen über die in Attika bei Athen angesiedelte Werft: Anno 1969 von Nikos Farazis gegründet, gehört Drago Boats zu den bekanntesten Sportbootherstellern des südosteuropäischen Landes. In den vergangenen 37 Jahren entstanden nicht weniger als 25000 Boote unterschiedlichster Machart. Derzeit werden etwa 800 Drago-Einheiten pro Saison gefertigt, ungefähr 700 davon gelangen in den Export. Die aktuelle Modellpalette setzt sich aus vier Baureihen zusammen, so dass insgesamt fünfzehn Varianten in Längen zwischen 17 und 23 Fuß zur Disposition stehen. Im Bundesgebiet wird das Drago-Programm über ein vom österreichischen Generalimporteur Schimanko organisiertes Händlernetz vermarktet. Zuständig für den norddeutschen Raum ist unter anderem Stefan Lück aus dem niedersächsischen Cuxhaven, der uns die Fiesta 22 für einen halbtägigen Test im stark befahrenen Revier an der Elbmündung überließ.
Sealine T50
Das neue Modell der Sealine T-Serie löst die T47 ab und ist in der Silhouette ihrer Aufbauten dem Flagschiff T60 nachempfunden. Für das Design waren die hauseigenen Entwickler verantwortlich. Beim Zeichnen des Rumpfes unterstützte jedoch der schwedische Spezialist Ocke Mannerfeld. Die englische Sealine Werft gehört zu den größten Herstellern von Yachten in Europa und ist bekannt für feine Schiffe der gehobenen Klasse. Etwa 350 Boote verlassen jährlich die ‧Werkshallen. Dabei ist die Fertigungstiefe hoch. Selbst die Teppiche werden in konzerneigenen Werken hergestellt. Aber auch um die Edelstahl-Beschläge und die Holzarbeiten kümmern sich die englischen Bootsbauer selbst.
Bavaria 42sport
Der fränkische Großserienhersteller, der unter der Regie von Firmengründer Winfried Herrmann 630 Mitarbeiter beschäftigt, wird im laufenden Geschäftsjahr rund 800 Motoryachten produzieren. Sechs Jahre nach dem Verkaufsstart der weiß-blauen Cruiser-Flotte peilt man somit ein Rekordergebnis an, das vor allem durch die beachtlichen Exportzuwächse zustande kommt. Die offizielle Premiere der Bavaria 42sport erfolgte anlässlich der letzten Düsseldorfer boot, wo die 13,40 m lange und 4,28 m breite Lifestyle-Yacht auf Anhieb zu einem Publikumsmagneten avancierte. Inzwischen gingen für dieses Modell und die alternativ verfügbare Hardtopversion mehr als vierzig feste Bestellungen ein.
Antaris Mare Libre 1050
Neben den Sloepen hat Antaris auch Kreuzer und seit neuestem auch italienische Gozzos im Lieferprogramm. Gozzos beruhen auf klassischen italienischen Fischerbooten, die für Einsätze unter rauen Bedingungen ausgelegt sind. Die MareLibre 1050 ist ein seetüchtiger Spitzgatter mit einem Unterwasserschiff, das auch in flotter Gleitfahrt beste Eindrücke hinterlässt. Wir fuhren die Mare Libre 1050 als eines der letzten Boote in 2004. Die Umstände waren entsprechend: 30 C, Nebel, Kälte! Vor kurzem bezog Antaris ein neues Betriebsgelände mit großer Produktionshalle und einem Bootshaus in der Nähe von Woudsend (Friesland). Alle Mare Libre werden übrigens in Italien bei MIMI auf Kiel gelegt. MIMI ist ein selbstständig arbeitendes Unternehmen, Antaris bestellt aber solch ein großes Kontingent, das die Niederländer einen großen Einfluss auf die Produktion nehmen können. Antaris ist eine Größe im Boots- und Yachtgeschäft, aber keine klassische Werft. Die GFK-Produktion aller Boote (Sloepen, Kreuzer und Gozzos) wird in entsprechend spezialisierten Werften vorgenommen und dann in unterschiedlichen Ausbaustadien nach Woudsend geliefert, wo das Finish gemäß den hauseigenen Standards erfolgt.
SkY-Dancer 700 WA
Seit dem Spätsommer 2005 bietet das anno 1990 gegründete Unternehmen, das 50 feste Mitarbeiter beschäftigt und im abgelaufenen Geschäftsjahr 170 Bootseinheiten produzierte, eine interessante Neuheit für den motorisierten Wassersportler an. Das besagte Modell, welches aller Vor‧aussicht nach während der im Oktober stattfindenden hanseboot seine Messepremiere erlebt, hört auf den Namen SkY-Dancer 700 WA, wobei die erste Silbe dieser originellen Wortschöpfung mit dem groß geschriebenen Ypsilon aus den Vokabeln „Skipper“ und „Yachts“ zusammengesetzt ist. Konstruiert von Marek Kloska und Marek Wilanowski, wird der komplett handlaminierte Walkarounder wahlweise als Innenbordervariante mit Volvo-D3-Diesel-Power oder, wie von uns gefahren, als Außenborderversion geliefert. Die letztgenannte Ausführung ist für eine Antriebsleistung bis 147 kW (200 PS) ausgelegt, saubere Gleitfahrt soll, so Dirk Kroll vom Wilhelmshavener Alleinimporteur IBK-Boats, schon mit bescheidenen 90 Pferdestärken an der Spiegelplatte möglich sein.
Lauwersmeerkruiser 13.50 FB
Die Boote lassen die Seeverbundenheit der Nordfriesen erkennen: robuste Qualität, gutes Finish und Zuverlässigkeit sind die hervorstechenden Merkmale. Wir haben uns das neue Modell Lauwersmeerkruiser 13.50 FB genauer angeschaut. FB steht hier für Flybridge, aber anders als gewohnt, findet sich der Außensteuerstand nicht auf dem Salondach, sondern auf der Achterkabine. Mit dem Kürzel drückt die Werft das Fehlen eines Innensteuerstandes aus. Das Kasko des Knickspanters wird außer Haus verschweißt, und auch die Versiegelung des Stahlbaues sowie die Endlackierung überlässt man versierten Subunternehmen. Der Innenausbau und die kompletten technischen Installationen werden dann mit der werfteigenen Gründlichkeit auf dem Firmengelände in Westergeest ausgeführt. Der Lauwersmeerkruiser ist eine schön gezeichnete und solide gebaute Yacht. Viel Aufmerksamkeit wurde den Details gewidmet, was man unter anderem an der versenkt angebrachten Navigationsbeleuchtung sehen kann.